Die geheimen Tagebücher des Journalisten F.
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Frankendlink

Journalist F. jazzt gesittet

„Büro ist wie Jazz, nur ohne Musik“ sagte einst Stromberg, Horrorchef in der gleichnamigen TV-Serie. Journalist F. kann dies locker übertrumpfen. Denn bei ihm kommt, zumindest einmal im Jahr, auch die musikalische Komponente dieser Kunst des Improvisierens hinzu. Jetzt war es wieder so weit und das Jazzfestival im Städtchen S. ging mit Glanz und Gloria über die Bühne. Sechs Tage lang, ein wahrer Marathon der Blue Notes also. Und immer dabei: Journalist F. in seiner Rolle als Kulturchef F. Weitere bekannte Akteure: Künstler Irgendlink und der grausame Wissenschaftler Frankendlink, die sich beide in ihrer anstrengenden Aufgabe, das Catering-Büffet zu bewachen, ergänzten.

Das Leben ist Jazz
Der neue Spielort des Festivals

Dieses Mal war man von der eher biederen Stadthalle in eine ehemalige Industriehalle gewandert. Wo einst Journalistenpapa F. seine Lehre als Elektriker absolvierte, durfte jetzt Kulturchefsohn F. das Kommando führen. Zumindest theoretisch. In Wahrheit machen Menschen immer das, was ihnen gerade durch den Kopf geht. Und so sind sorgfältig erdachte Pläne innerhalb von Minuten zu Trümmerlandschaften geworden. Wie auch immer, die sechs Tage im ehemaligen Eisenwerk waren furios und erschreckend zugleich.

Das Leben ist Jazz
Licht und Farben – ein wahres Wunderwerk des schönen Scheins

Die Halle hat die Ausmaße einer mittelalterlichen Kathedrale. Auch die grundsätzliche Bauform ist daran angelehnt. Ein Mittelschiff, zwei Seitenschiffe und an den Giebelwänden Fenster, wie man sie sonst nur von sakralen Monumenten kennt. Dorthin kam am ersten Tag der experimentelle Jazz. Merkwürdige Töne, sagen die einen. Grandiose Ideen, die anderen. Auf jeden Fall ein Abend der Kontraste.

Das Leben ist Jazz
Oberbürgermeister J. überreichte den Jazzförderpreis an eine Formation, die höchst unharmonische Töne produzierte. Die allerdings meisterhaft.

Das Leben ist Jazz
Die Favoriten von Journalist F.: sanfte Töne und herrlich närrische Akteure

Das Leben ist Jazz
Hardrock und Jazz, dargeboten von Musikern im Hasenkostüm. Jeder Kommentar erübrigt sich. Um Mitternacht kam dann auch noch die Polizei vorbei, um dem suspekten Treiben ein Ende zu setzen.

Tag zwei stand im Zeichen der hohen Kunst. Der Sohn des prominenten Komponisten S. war gekommen und hatte noch einige Mitstreiter im Gepäck. Auch den Lichtkünstler Z., der schon seit vielen Wochen die Nerven von Kulturchef F. strapazierte.

Das Leben ist Jazz
Lichtkunst und sphärische Klänge – die Kritiker waren begeistert, das Volk tobte.

Das Leben ist Jazz
Oberkulturchef R. im Gespräch mit dem netten Leiter der Verwaltungsorganisation G.

Das Leben ist Jazz
Gedeckter Tisch für die Promis im Anschluss. Champagner floss in Strämen und die Kaviarbrötchen konnten gar nicht schnell genug nachgeliefert werden.

Das Leben ist Jazz
Drei nette Knäblein spielten eigens zur Freude der VIP-Gäste auf.

Das Leben ist Jazz
Stets alles im Blick: Künstler Irgendlink beim Bewachen der köstlichen Getränke und Speisen.

Das Leben ist Jazz
Rundfunkjournalistin R. erläutert Verleger B., dessen Gattin und Künstler Irgendlink, wie man sich am besten zu einem Büffet mit köstlichen Speisen durchkämpft.

Alleine der zweitägige Festivalauftakt hätte schon gereicht, um einen mehrwöchigen Sonderurlaub anzuschließen. Doch weit gefehlt. Nur ein paar Tage Pause, die natürlich für Kulturchef F. erfüllt waren mit Stress im Büro, und schon sollte es weiter gehen. Journalist F. wird natürlich berichten!
21.3.08 12:06


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Journalist F. erforscht Verbote

Nachdem man es endlich geschafft hat, durch umfangreiche Verbote das schädliche, verdammenswerte Rauchen weitgehend einzudämmen und die von solch sündigen Gasen süchtigen Menschen als das zu outen, was sie sind, nämlich minderwertige Versager, geht die Bundesregierung weitere Probleme der nationalen Volksgesundheit an. Journalist F. hat investigiert und beim Gespräch mit einem hochrangingen Ministerialbeamten herausgefunden, was den Deutschen in den nächsten Monaten blühen wird:

Journalist F.: Deutschland ist rauchfrei. Das ist ein Erfolg, zu dem man gratulieren muss. Doch wie wird es weitergehen?

Beamter X.: Jetzt wenden wir uns dem nächsten Laster zu, das die Gesundheit unseres Volkes bedroht, dem Essen. Weit über die Hälfte der Wählerschaft ist übergewichtig, muss daher vermutlich öfter zum Arzt und verursacht dadurch Kosten in wahnwitziger Höhe. Dagegen wollen wir radikal ankämpfen.

 Journalist F.: Wie soll das passieren? Durch das Verbot bestimmter Lebensmittel?

Beamter X.: Sicher, ein Schokoladenverbot wurde bereits in Erwägung gezogen. Doch dadurch öffnet man nur der Illegalität Tür und Tor. Der Schwarzhandel und das organisierte Verbrechen würden davon profitieren. Nein, wir gehen weiter. In einem ersten Schritt wird ein komplettes Essverbot in Gastronomiebetrieben verhängt.

Journalist F.: Ein kühner Gedanke. Aber würde sich ein solcher Schritt nicht eventuell umsatzschädigend für beispielsweise Restaurants auswirken?

Beamter X.: Die Bedenken werden immer gerne geäußert. Aber man sollte einmal weiter denken: die Esser, die den Lokalen fernbleiben, werden durch die die Massen der Nichtesser, die derzeit selten gastronomische Fresstempel aufsuchen, wieder wettgemacht. Endlich brauchen sich Nichtesser nicht mehr den ekelerregenden Gerüchen von gekochten Mahlzeiten auszusetzen, sondern können geruchs-und geschmacksfrei ihre Freizeit genießen.

Journalist F.: Doch die Nichtesser machen weniger Getränkeumsatz. Bekanntlich trinken die meisten von ihnen nur Kräutertee.

Beamter X.: Und gerade bei Kräutertee ist die Gewinnspanne in der Gastronomie besonders hoch. Ein Beutelchen und etwas Wasser, dafür werden gerne drei Euro kassiert. Das rechnet sich in Kürze.

Journalist F.: Gibt es bereits Erfahrungen anderer Länder mit dem Essverbot in der Gastronomie?

Beamter X.: Es ist eine Schande, dass in unserer westlichen Welt noch keine Erfahrungen gesammelt wurden. Doch in den Ländern der so genannten dritten Welt ist die Praxis des Nichtessens seit vielen Jahren Teil des Volksbrauchtums.

Journalist F.: Aber mit teilweise negativen Folgen für die Bevölkerung. Man denke an Eritraea zum Beispiel.

Beamter X.: Alles hat eben auch seine nicht ganz so positiven Seiten.

Journalist F.: Ich danke Ihnen im Namen aller Leserinnen und Leser des Journalistenblogs für dieses Gespräch.

5.2.08 22:28


Journalist F. hat die Galerie B. nicht vergessen

Journalisten sind ständig Anfeindungen ihrer Umwelt ausgesetzt. Aber Journalist F. weiß sich schon im Voraus zu wehren. Damit es beispielsweise nicht heißt, im Journalistenblog wäre nur etwas über Galerist B. zu lesen, wenn er kocht, hier wieder ein aktueller Lagebericht aus dem Konsumtempel der Kunst in der Kreis- und Universitätsstadt H.

Galeriebesuch bei Nacht
Immer wieder beeindruckend: der Eingang der Galerie B. bei Nacht. Im Gegenlicht steht Künstler Irgendlink und macht einen unheimlichen Eindruck.

Allmonatlich versammeln sich dort, wie man weiß, viele Künstlerinnen und Künstler, um ihre aktuellen Waren feilzubieten. Um dieses Ereignis auch gebührend zu feiern, spendiert Galerist B. dazu ein paar Kisten Wein nebst Dosenbier.

Galeriebesuch bei Nacht
Auch Künstler Irgendlink trinkt begeistert das Bier der Nobelmarke „5%“. Galerist B. hingegen sieht alles lieber doppelt und bevorzugt daher Getränke mit der Aufschrift „55%“…

Galeriebesuch bei Nacht
Kein Wunder, dass bei der Verköstigung einer Probe des „5%“-Biers der Protest von Galerist B. am Gesichtsausdruck abgelesen werden konnte. „Das schmeckt ja wie Wasser!“ hörte man anschließend den Aufschrei.

Ach was ist das für ein Treiben und ein Jauchzen. Und man trifft die unglaublichsten Menschen, die man niemals hier in diesen Räumen vermutet hätte. Artig parliert man über Kunst und Kultur, während die Hunde B. und O. genüsslich ihre Schweineohren verzehren, die Journalist F. traditionsgemäß mitzubringen pflegt.

Galeriebesuch bei Nacht
Hund O. knabbert sein Schweineohr, während er aufmerksam den Gesprächen über Kunst und Kultur zuhört, die überall um ihn herumschwirren.

Wie schon erwähnt, nutzt Galerist B. stets die Gelegenheit, seine Kochexperimente durchzuführen. Regelmäßig passieren dabei gewisse Unglücke, die manchmal mehr, manchmal weniger Schaden anrichten. Daher war die Erleichterung dieses Mal groß, als der fleißige Hobbykoch Journalist F. verriet: „Wir haben nix mehr in der Küche. Nur noch Reste einer Brotsuppe. Die Künstler haben unseren Kühlschrank geplündert!“

Galeriebesuch bei Nacht
„Der lügt doch. Da kocht doch ein Dampfkochtopf unter dieser Skulptur!“ warnte Künstlerin R. den entsetzten Künstler D.

Galeriebesuch bei Nacht
„Ich mache jetzt die Augen zu, dann kann mir nichts passieren!“ dachte Cousine E. in diesem Moment.

Galeriebesuch bei Nacht
Dass man aber auch über ganz weltliche Dinge redet, zeigt sich hier. „Sooo groß ist Deiner?“ meinte Künstler Irgendlink erstaunt und verblüffte damit auch den neben ihm stehenden Künstler D.

Galeriebesuch bei Nacht
Derweil erhielt Galeristin B. einen Strauß roter Rosen von einem heimlichen Verehrer. Doch wie gewonnen, so zerronnen: „Igitt, da sind ja lauter Blattläuse dran!“ entfuhr es ihrem Mund spontan, noch bevor sie ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen konnte.

Die geneigten Leserinnen und Leser des Journalistenblogs sehen also, dass Journalist F. auch weiterhin investigativ in der Galerie B. unterwegs ist. Und darüber wird er auch in Zukunft wieder berichten. Das nächste Mal soll wieder ein Kochexperiment angesagt sein, wie man in der offiziellen Einladung lesen konnte. Man darf gespannt sein.
27.11.07 23:21


Journalist F. blickt in offene Ateliers

Endlich ist es wieder friedlich geworden. Und während Künstler Irgendlink auf einsamen Höhen sitzt und auf nackte Frauen oder zumindest einen Geldkoffer wartet, kommt Journalist F. endlich wieder dazu, die aktuellsten Skandale und Sensationen den geneigten Leserinnen und Lesern des Journalistenblogs nahe zu bringen. Eines der wichtigsten Ereignisse der letzten Tage war natürlich das Atelierfest von Künstler Irgendlink. Ein ganzes Jahr hatte der fleißige Fotograf an seinem neuen Atelier gearbeitet, das früher einmal muhende Kühe beherbergte. Diese mussten jedoch der Kunst weichen. Wo früher Milch geflossen ist, strömt heute der Nektar der Kreativität.

Atelier
Wer kreativ sein will, muss gut essen. Daher strömten die eingeladenen Künstler direkt nach der Ankunft grußlos zum Grillplatz, wo bereits deftige Stücke eiweißhaltiger Nahrung auf den verzehrenden Flammen der Leidenschaft brutzelten.

Natürlich hatte sich dazu der Kunstverein aus der Landeshauptstadt M. wieder eingeladen, die gnadenlos mit einer 44-köpfigen Delegation wie einst die biblischen Heuschrecken über das sonst so einsame Gehöft, hoch über dem Nachbarstädtchen Z., nahe der Kreisstadt H. herfielen. Das war ein Jubel und eine Freude! Sofort hingen die kreativen Hauptstädter überall ihre Bilder auf, damit jeder sehen konnte, dass sie da sind. Das veränderte natürlich völlig den Charakter des gepflegten Gartens, den Künstler Irgendlink mühe- und liebevoll angelegt hatte. Kein Wunder, wenn daher vor Schreck der Nussbaum ständig seine Früchte verlor.

Atelier
„Kunst unterm Nussbaum“ nannten die Künstlerinnen und Künstler aus M. ihre Installation. Es war schwierig, das große Gewächs aus der Landeshauptstadt hierher zu schaffen. Aber mit vereinten Kräften konnte es gelingen.

Eigentlich hätte Traktorkatastrophenmaler Q. schon Tage zuvor auf dem einsamen Gehöft, hoch über, die geneigten Leserinnen und Leser des Journalistenblogs wissen schon, ankommen sollen, um bei den umfangreichen Vorbereitungen zu helfen. Leider war der fleißige Maler jedoch verhindert, da die Steuerfahndung ihn ständig verfolgte. Nach mehreren Wochen Versteckspiel in der Kanalisation der Landeshauptstadt M. stellte sich Traktorkatastrophenmaler Q. dann doch der Staatsgewalt, um die aufgelaufenen Steuern in Höhe von 4,32 Euro zu entrichten.

Atelier
Traktorkatastrophenmaler Q. hatte sich zwischen phallusartigen Statuen versteckt, um der Staatsmacht zu entgehen.

Atelier
Wichtig war natürlich schönes Wetter für eine derartige Veranstaltung. Daher hatten sich Künstler Irgendlink und Traktorkatastrophenmaler Q. etwas Besonderes ausgedacht, um den launigen Wettergott gnädig zu stimmen.


Weit interessanter aber als alle Künstlerinnen und Künstler ist die Tatsache, dass neben dem Katzerl nun noch ein zweites Exemplar dieser Tiergattung auf dem einsamen Gehöft, hoch über dem Nachbarstädtchen Z., nahe der Kreisstadt H. aufgetaucht ist. Allerdings verstehen sich beide Katzentiere nicht besonders, was vielleicht daran liegen mag, dass der Neuankömmling ein waschechter Kater ist.

Atelier
Der Kater beim Verzehr einer Dose Sheba. Natürlich von Journalist F. gespendet.


Um die beiden auseinanderzuhalten, hat Künstler Irgendlink seiner Katze den Namen „Gute Katze“ gegeben. Dem Kater hingegen hat sich Wissenschaftler Frankendlink angenommen und dementsprechend „Böse Katze“ getauft.

Atelier
Die gute Katze überprüft vorsichtig, ob die böse Katze nicht in der Nähe ist. Sonst gibt’s Zoff.

Derweil amüsierten sich die Künstlerinnen und Künstler aus der Landeshauptstadt prächtig. Manch Dame hatte ihren Lebensabschnittsgefährten mitgebracht. Damit man ihn ihr nicht stibitzen kann, wurde er mit Handschellen an den eigenen Arm gekettet. So entsteht innige Zweisamkeit und die Konkurrentinnen müssen leer ausgehen.

Atelier
Künstler Irgendlink ließ sich von derartigem bunten Treiben nicht beeindrucken und saß zufrieden in seinem Gartensessel.

Atelier
Kein Wunder auch, schließlich entstand innerhalb kürzester Zeit aus dem ehemaligen Kuhstall ein wunderbares Atelier mit Bildern an den Wänden und phallischen Skulpturen auf dem Boden.


Kurz und gut, ein rauschendes Fest. Doch die Rache sollte folgen. Denn nur wenige Tage später brachen Journalist F. und Künstler Irgendlink zum Gegenbesuch in die Hauptstadt M. auf. Doch davon wird an anderer Stelle berichtet werden.
14.10.07 16:06


Journalist F. sagt „Hasta la vista!“

Jeder intelligente User von Computern weiß: kauf niemals ein Betriebssystem, wenn es ganz neu ist. Besonders nicht, wenn es von der Firma M. kommt, die vor nunmehr 30 Jahren einen linkischen jungen Mann zum heute reichsten Mann der Welt gemacht hat. Auch für Journalist F. steht daher außer Frage, sein geliebtes Windows XP aufs Altenteil zu schicken, nur weil man im fernen Amerika ein Produkt namens „Vista“ auf den Markt gebracht hat.

Kunstwahl
Unglaublich hübsch und billig: Windows Vista. Doch Vorsicht: nicht alles, was gut aussieht, hat auch einen guten Charakter!

So war die Situation auch noch, als Journalist F. unlängst in geheimer Mission im Elektronikfachmarkt der Kreisstadt H. unterwegs war. Ziellos schlenderte er durch die Regale, als er plötzlich neben allerlei digitalem Tand ein Schild mit der Aufschrift „Sparen Sie die Hälfte!“ entdeckte. Die Hälfte, das ist eine ganze Menge, wenn man sparen kann. Hinter dem unglaublichen Sonderangebot steckte nichts Aufreizenderes als das neue Betriebssystem Vista, von besagtem Hersteller M. trickreich deutlich billiger angeboten, als ursprünglich angekündigt. Keine Frage, dass der Lockruf des Schnäppchens deutlich stärker war als die Vernunft und der fleißige Zeitungsschreiber auf die innere Stimme hörte, die sagte: Greif zu! Gerade als Journalist musst du auf dem neuesten Stand der Technik sein, um den geneigten Leserinnen und Lesern des Journalistenblogs darüber berichten zu können.

Kunstwahl
Das Virenprogramm ist vorsichtig und erkennt harmlose temporäre Dateien, hergestellt von Vista, als gefährliche Viren an! Da hilft auch kein Update!

Leider hat es nun doch etwas länger gedauert, bis die Neuigkeiten Einzug ins Journalistenblog fanden. Schuld daran war, wie kaum anders zu erwarten, das neue, bunte und einzigartige Vista. Journalist F. hat mittlerweile den Verdacht, dass es sich dabei weniger um ein funktionsfähiges Betriebssystem als um ein Spielzeug für experimentierfreudige Männer handelt. Denn kein Spiel, das je auf dem Journalistencomputer lief, war derart zeitaufwendig und unterhaltsam wie Vista. Und gleichsam schwer zu lösen. Eine wahre Herausforderung also. Aber alles der Reihe nach.

Kunstwahl
Aber hübsch ist es trotzdem!

Natürlich kann man seit vielen Jahren und unzähligen Versionen von Betriebssystemen der Firma M. ein altes System einfach dadurch eliminieren, indem man das neue auf den Computer installiert. Zumindest in der Theorie - der praktische Beweis ist stets ausgeblieben. Heute heißt das, DVD ins Laufwerk und los. In kurzer Zeit, so das Versprechen angeblicher Experten, erstrahlt der PC im neuen Glanz, ist noch schneller, besser, bunter. Gesagt getan, dachte sich Journalist F., legte die DVD ins Laufwerk und wartete ab, was passieren würde. Zunächst einmal lange Zeit nichts. Und dann begann ein lustiges Frage- und Antwortspiel. Ob man als geneigter User wirklich das tolle und neue System installieren wolle. Ob man das auch wirklich ganz legal erworben habe oder vielleicht doch zusammen mit der letzten Vogelgrippeviruslieferung aus China erhalten hat. Schließlich gibt es noch ein kurzes Zahlenspiel, das die Fingerfertigkeit im Tippen mithilfe eines 48-stelligen Zahlencodes fordert. So verging spannend die erste Viertelstunde. Dann wieder warten. Und schließlich die Meldung, dass man dem fleißigen Journalisten vorläufig nicht weiterhelfen könne. Denn zunächst müssen drei Programme vom Rechner deinstalliert werden, die in Zusammenarbeit mit dem netten Vista katastrophale Schäden anrichten können. Also kurz die Taste „Abbrechen“ gedrückt und froh ans Werk.

Mit zwei Programmen war das gar kein Problem. Sowohl Virenscanner als auch CD-Brennsoftware waren leicht zu entfernen. Von der Anwesenheit der dritten Sammlung aus Bits und Bytes wusste Journalist F. allerdings nichts, hatte er es doch bereits vor mehr als einem Jahr vermeintlich spurlos von der Festplatte eliminiert. Tatsächlich, nach intensiver Suche fand sich doch in einer dunklen, staubigen Ecke des Datenträgers eine Sicherungskopie. Schnell gelöscht und dann wieder die Vista-DVD zur Hand genommen. Lange gewartet und… siehe oben. Nach dem wiederholten Eingeben der Nummer dauerte es auch nur zehn Minuten, bis der Unersuchungsprozess beendet war und man von Seiten des Journalistenrechners mit der eigentlichen Installation begann. Nach knapp einer halben Stunde dann der Schreck: ein blauer Bildschirm mit schrecklichen Prophezeiungen über den Untergang des Computers erschien. Ein Neustart brachte dasselbe Ergebnis. Zum Glück konnte man beim Start die Option „Zurück zum alten Betriebssystem“ wählen. Erleichterung und ein blauer Bildschirm waren die unmittelbare Folge dieser Botschaft und der Umsetzung des Ratschlags in die Tat.

Nichts half, nur eine komplette Vista-Neuinstallation. Das heißt, nicht nur das Betriebssystem, auch alle anderen Programme müssen neu eingespielt werden. Und damit ist Journalist noch heute beschäftigt. Denn alles geht sehr, sehr gründlich und langsam bei Vista. Man stelle sich den Installationsvorgang intern ungefähr so vor.

Kunstwahl
Rechts sogar eine Art Tachometer, der den Auslastungsgrad des Mikroprozessors anzeigt. Fast ständig 100 Prozent! Was macht dieses Vista nur ständig heimlich im Hintergrund?

Programm 1: (klopft an) Ich will bei euch arbeiten. Ich war teuer. Also, öffnet und lasst mich froh zu Werke gehen.
Vistawächter: Was bildet er sich ein? Woher hat er die Idee, den hochwohlgeborenen Vista mit seiner Anwesenheit zu belästigen?
Programm1: Ich will arbeiten! Nützlich sein.
Vistawächter: Warte er eine Weile. Ich will sehen, was Majestät geruht zu entscheiden. Fülle der derweil diesen Fragebogen aus. Und zwar sorgfältig. Sollte er sich verschreiben, geht es ganz von Vorne los!

Wie auch immer, der aktuelle Stand ist, dass ein neues CD-Brennerprogramm seine Dienste tut (20 Euro Updategebühr), der Virenscanner auf dem neuesten Stand ist (kostenloses Update), das geliebte Bildbetrachtungsprogramm den Dienst verweigert und auf der Homepage des Herstellers verheißungsvoll „Vista-Version kommt bald!“ zu lesen ist. Der geliebte Zugsimulator flimmert noch und ist so langsam, dass es unmöglich ist, sinnvoll Züge durch die Weiten der Platinen zu fahren. Wie es weitergeht, ist ungewiss. Journalist F. wird über das schöne Beschäftigungsspiel berichten.

Ach ja, ein Rat an die geneigten Leserinnen und Leser des Journalistenblogs: kaufe nie ein neues Betriebssystem, sondern bleibt bei eurem alten, wohl funktionierenden!
5.3.07 22:50


Journalist F. beobachtet den unaufhaltsamen Aufstieg von Künstler Irgendlink

Kunst ist im Verein am schönsten – so heißt es richtig beim Kunstverein der Landeshauptstadt M. Auch im Nachbarstädtchen Z. hat man sich über dieses Motto so seine Gedanken gemacht und die Konsequenzen gezogen. Allerdings schon einige Jahrzehnte vor den kreativ tätigen Vereinsmeiern in M. Und wie es sich für einen netten deutschen Verein gehört, hat der auch einen Vorstand. Und der muss regelmäßig gewählt werden. Kürzlich war es beim Kunstverein im Nachbarstädtchen Z. wieder so weit. Und das Ergebnis der Wahl konnte mehr als erstaunen.

Kunstwahl
So harmlos sah das konspirative Treffen der Kunstfreunde im Nachbarstädtchen Z. für den unbedarften Menschen aus, der zufällig durch die laue Winternacht spazierte.

Zahlreich waren die Kunstvereinsmeier in das gläserne Gebäude mit postmodernem Ambiente geströmt, um dem wichtigen Ereignis beizuwohnen, das die Kultur des Nachbarstädtchens Z. in Zukunft entscheidend verändern soll. Ganz erstaunlicherweise war auch Künstler Irgendlink unter den Anwesenden. Und Journalist F., ebenfalls Mitglied im Kunstverein des Nachbarstädtchens Z., entdeckte noch eine ganze Reihe anderer illustrer Gestalten, die ihm mehr als bekannt vorkamen.

Kunstwahl
Auch Künstler B. aus dem Dörfchen R. war gekommen. Ihm hat es Journalist F. zu verdanken, das er vergangenen Sommer seine als Künstler F. gefertigten Werke im Eifelstädtchen P. ausstellen durfte. Was aber wollte Künstler B. in diesem konspirativen Kunstzirkel?

Kunstwahl
Auch Künstlerin R., bekanntermaßen durchaus verwandt oder verschwägert mit Künstler Irgendlink, hatte unauffällig im hinteren Teil der Versammlungslounge Platz genommen. Woher hatte sie die streng geheimen Informationen über dieses Treffen erhalten?

Künstler Irgendlinks Anwesenheit verwirrte den fleißigen Zeitungsschreiber. Denn vor gar nicht so langer Zeit lobte sich der Bewohner des einsamen Gehöfts, hoch über dem Nachbarstädtchen Z., nahe der Kreisstadt H., ein Clochard des europäischen Kontinents zu sein. Frei und unabhängig, keiner gesellschaftlichen Macht und Gruppierung verpflichtet und verschrieben. Was also tat Irgendlink hier im Kreis der wichtigsten Alpha-Bürger des Nachbarstädtchens Z.?

Kunstwahl
Aufmerksam hörte Künstler Irgendlink zu...

Kunstwahl
… was der hochverehrte Herr T., seines Zeichens Vorsitzender des Kunstvereins des Nachbarstädtchens Z. zu berichten hatte.

Bald sollte sich das Geheimnis lösen. Denn der große Vorsitzende der vereinten Künstlerinnen und Künstler im Nachbarstädtchen Z. hob an zu einer langen und wichtigen Rede…

Kunstwahl
"Wohin soll uns der Weg noch führen?" hub Vorsitzender T. an, Zitat und Geste des großen englischen Schriftstellers S. gebrauchend.

Kunstwahl
"Ich kann alles erklären!" unterbrach plötzlich die stellvertretende Vorsitzende des Kunstvereins im Nachbarstädtchen Z. die Rede. "Ich lege schwersten Herzens mein Amt nieder. Doch Wissenschaftler Frankend… äh, ich meine, wichtige Dinge hindern mich daran, weiterhin mit ganzer Kraft dem Fortschritt der Musen im Nachbarstädtchen Z. zu dienen.

Kunstwahl
Entsetzen breitete sich auf den Gesichtern der Anwesenden aus. Wie sollte es jetzt weitergehen? "Wie soll es jetzt weitergehen?" erklang daraufhin laut das Jammern der Künstlerinnen und Künstler.

Kunstwahl
"Ich könnte den Job doch einfach übernehmen!" hörte man da Künstler Irgendlinks Stimme durch die angespannte Stille des Kunstraumes tönen.

Bevor noch die ersten Protestrufe wirklich so laut werden konnten, dass man sie auch draußen auf der Straße hören würde, geschah das Unfassbare:

Kunstwahl
Da hub ein Donnern und Grollen an und die Erde erzitterte. Als man nach draußen nach dem Grund des mystischen Lärmes suchte, sah man das Wunder: aus dem Nichts hatte sich ein Kunstwerk erhoben. Ein Skulptur unglaublicher Schönheit und Anmut. War das ein Zeichen des Himmels?

"Das war ein Zeichen von Aphrodite, der Göttin der Kunst!" jubilierten laut die Kunstvereinsmeierinnen und – meier im Nachbarstädtchen Z. "Hoch lebe der neue zweite Vorsitzende! Möge er lange regieren und die Kunst in ungeahnte Höhen heben!" Einstimmig wählte man so Künstler Irgendlink in das hohe Amt und trug ihn auf Schultern durch den Raum.

Kunstwahl
Noch lange diskutierte man über das wundersame Kunstereignis. Glücklich lächelten die Anwesenden, die noch ihren Kindern und Kindeskindern, sofern sie jemals welche haben werden, von diesem Tag berichten werden.

Nur Journalist F. blieb innerlich skeptisch. Was hatte Künstler Irgendlink dazu getrieben, vom Europenner zum Alpha-Bürger des Nachbarstädtchens Z. zu werden? Was würde seine erste Amtshandlung als stellvertretender Vorsitzender des Kunstvereins im Nachbarstädtchen Z. sein? Und was hatte es mit dem geheimnisvollen Zeichen auf sich, das sich als Kunstwerk so unvermittelt manifestierte? Hatte der grausame Wissenschaftler Frankendlink etwas seine Hände im Spiel? Und wenn ja, welche perfiden Pläne werden auf dem einsamen Gehöft, hoch über dem Nachbarstädtchen Z., nahe der Kreisstadt H. gerade geschmiedet? Journalist F. wird auch weiterhin investigativ tätig sein und berichten. Versprochen!
19.2.07 23:08


Journalist F. geht einkaufen

Wie beneidenswert ist doch Künstler Irgendlink. Der stellt sich beim Einkauf im Konsumtempel G., der größten Warenanpreisung im weiten Umkreis, gelangweilt in eine Ecke und wartet bis eine geheimnisvolle Begleiterin wieder zurück von der Konsumjagd ist. Kein Gegenstand reizt ihn, lästige Pflicht als Chauffeur, offensichtlich. Wenn Journalist F. dieses Wunderland der Überflussgesellschaft aufsucht, sieht das alles etwas anders aus.

Einkaufsrausch im Januar
Der prachtvolle Eingang des Konsumtempel G. im Stadtteil E. der Kreisstadt H.

Ab und an überfällt den fleißigen Zeitungsschreiber nämlich der Wunsch, zu einem entscheidenden Ort seiner Kindheit zurückzukehren. Ganze 40 Jahre steht das flache Gebäude nun schon auf dem Berg nahe der Kreisstadt H. Anfangs von deutlich bescheidenerer Größe, im Laufe der Zeit ständig wachsend wie eine Kletterpflanze im Urwald Amazoniens. Und eine solche Tradition verbindet schließlich in unserer schnelllebigen Zeit. Leider bleibt es nicht bei erinnerungsschwangeren Besichtigungen, sondern Journalist F. stattet sich, um nicht unter den restlichen Menschen aufzufallen, mit einem der riesigen Einkaufswägelchen aus, die mindestens das doppelte Volumen aufweisen, wie die, die man bei den Discountern A. oder L. vorfindet. Und das ist dann ein Fehler.

Einkaufsrausch im Januar
So sah es früher vor dem Konsumtempel G. aus. Journalist F. erinnert sich noch genau.

Denn leere Einkaufswägelchen müssen gefüllt werden. Das ist ein Naturgesetz. Genau wie das, dass, wenn man einen Konsumtempel ohne Wagen betritt, man kurz vor der Kasse von dem Warenberg begraben wird, den man verzweifelt auf Händen tragend als Beute mitzunehmen versucht. Wahrscheinlich lassen sich solche Regeln aus den uralten genetischen Anlagen des Menschen herleiten. Man war in der Urzeit für gewöhnlich Jäger und Sammler. Und beides kann man im Supermarkt hervorragend durchführen. Die Jagd nach dem größten Stück Wurst in der Kühltheke. Die Jagd nach dem vorteilhaftesten Schnäppchen. Und die heimliche Jagd nach Kindern und Rentnern, die durch ihre unüberseh- und –hörbare Anwesenheit am Nervenkostüm sägen. Und zum Sammeln hat man ja das schon besagte Einkaufswägelchen. Dessen Größe richtet sich nach der Größe des Ladens, durch den es geschoben werden soll. Das heißt konkret, im Konsumtempel G. sind die Fahrzeuge besonders groß. Mit der Folge, dass besonders viel hineinpasst und man immer noch den Eindruck hat, man hätte ja nur ein paar Kleinigkeiten eingekauft.

Einkaufsrausch im Januar
Alle warteten schon auf Journalist F.s Ankunft im Konsumtempel G.

Im Konsumtempel G. achtet man auch besonders auf gute Wartung der Wägelchen. So laufen diese dann leicht und mühelos über den glatten Boden, dass es eine wahre Freude ist. Und scheinbar wie von selbst führt für Journalist F. der Weg in die gefährlichen Sektoren der Warenhalle. Zum Beispiel die Abteilung "Körperpflege". Wobei dieses Wort mittlerweile längst nicht mehr dem entspricht, was man im besagten Warensegment anbietet. Denn heute pflegt man nicht nur den Körper, sondern ganz besonders auch die Seele. Kein Wunder, wenn der Blick von Journalist F. wie magisch an einer winzigen Flasche mit Badezusatz hängenblieb. Winzig ist in diesem Zusammenhang immer sehr gefährlich, denn es bedeutet in der Regel, dass der Preis des Produktes sich umgekehrt proportional zur Menge des Inhalts verhält. "Onsen Bad aus dem Lande J." war darauf zu lesen. Wirkungsweise: innere Balance und Harmonie. Inhalt: Kirchblüten, weißer Tee und Vulkanmineralien. Preis: fünf Euro 45. Ein Schnäppchen also. Nur zehn Mark für Wohlbefinden und Harmonie ohne Ende. Wo gibt es das noch. Logisch, dass dieses kleine Fläschchen mit Wunderflüssigkeit sofort in das bereit stehende Einkaufswägelchen wanderte.

Einkaufsrausch im Januar
Auch dieser kernige junge Mann. Kein Wunder, wenn Journalist F. so gerne zum Einkaufen geht.

So ging es dann lustig weiter kreuz und quer durch das unendliche Einkaufsparadies. Immer wieder stellte sich Journalist F. vor, wie Künstler Irgendlink missmutig in einer konsumfreien Ecke das Einkaufsverhalten seiner Mitmenschen studierte. Er hätte sicherlich auch mit Erstaunen einen gut gelaunten Journalist F. gesehen, der vorschriftsmäßig sein Wägelchen mit Dingen füllte, von denen er kurz zuvor noch nicht einmal wusste, dass es sie auf der Welt gibt. Kurz, das Ende hieß rund 130 Euro, die an der Kasse zu entrichten waren, dafür, dass die Preziosen in den Kofferraum des Journalistenfahrzeugs wandern durften. Ein stolzer Preis, der neidisch auf stoische Konsumverweigerer macht.
14.1.07 23:17


Journalist F. wird reich

Das Internet ist eine segensreiche Erfindung. Nicht nur, dass man dort die herrlichsten Partneranzeigen aufgeben kann, nein, es macht auch endlich reich. So geht es in den letzten Wochen Journalist F., der täglich wahrhaft wundersame Emails erhält.

Millionengewinne
Jeden Tag verheißen Emails noch mehr Geld als hier zu sehen ist…

Das fängt bei Kleinbeträgen an. "Wir geben Ihnen 50 Euro für's Casino!" oder "Ein Freund von Ihnen hat für Sie gespielt und gleich 100 Euro gewonnen, die Sie gleich in Spielchips des Online-Casinos ausgeben können!" Immerhin, auch solche Beträge sind nicht zu verachten.

Millionengewinne
Kommt jetzt die Million?

"Gewinnen Sie einen BMW oder gleich eine Million!", diese Meldungen hören sich schon besser an. Dazwischen gibt es kostenlose Urlaube und als Höhepunkt eine satte Prämie in Höhe von 26 Millionen US-Dollar, wenn man sich zu einer gewagten Geldwäscheaktion aus Afrika bereit erklärt. Was ist das schon das Versprechen "Ein Notebook oder 25.000 Euro in bar"? Im Vertrauen, Journalist F. würde natürlich das Notebook nehmen. So etwas hat er nämlich noch nicht.

Millionengewinne
Oder findet Journalist F. diese Geldscheine im Briefkasten?

Aber das Allerschönste: wenn man auf ein solch verlockendes Angebot antwortet, wie es höfliche Dankbarkeit gebührt, dann vermehren sich die herrlichen Mails ins Unermessliche! Jeden Abend Millionär, nur einfach die Mails abrufen! Das Leben ist wirklich ebenso wundersam wie wunderbar.

Ach, wen von den geneigten Leserinnen und Lesern des Journalistenblogs darf Journalist F. übrigens an die netten Mailschreiber weiter empfehlen? Dann bekommt das Journalisten-Bonuspunktekonto nämlich eine Gutschrift von 200 Punkten. Und für nur 4.500 Punkte kann man sich als Prämie entweder eine Edelstahlthermoskanne oder eine Nudelzange aussuchen. Also los, Journalist F. braucht nur 22 freundliche Menschen, die in Zukunft auch Email-Millionäre werden wollen. Nur Mut. Denn günstige Angebote über Viagra und Co. gibt es noch gratis dazu.
23.11.06 23:21


Journalist F. laudatiert

Neueste Erkenntnisse der Wissenschaft haben bewiesen, dass es das so genannte Schlafbloggen gibt. Konkret heißt das, man bloggt, ohne dass man weiß, was man da gerade macht. Das ist natürlich gefährlich für Journalist F. Denn sehr oft vertraut man ihm Geheimnisse von unschätzbarer Brisanz an. Zum Beispiels heute Abend, als noch zu später Stunde das Telefon läutete und ein aufgeregter Informant ebenso sensationelle wie skandalöse Entwicklungen im Nachbarstädtchen Z. zu berichten wusste. Wie auch immer, noch ist Journalist F. kein Schlafblogger und so bleibt das Geheimnis bis zur offiziellen Erlaubnis der Lüftung eben ein Geheimnis. Selbst für die verehrten Leserinnen und Leser des Journalistenblogs.

Ars laudate!
Gespannt wartete man in den Räumen der Ausstellung auf die Laudatio von Journalist F.

Zum Glück gibt es aber noch genug andere geheime Dinge zu berichten, die mindestens ebenso interessant sind wie besagtes Geheimnis. Beispielsweise die investigative Reportage über eine Kunstausstellungseröffnung, bei der, wie schon berichtet, Journalist F. zum Laudator F. wurde. Pünktlich wie nie, nämlich eine Viertelstunde vor offiziellem Beginn, fand sich der fleißige Kunstkritiker in den Räumen eines gemütlichen Altenpflegeheims ein, um letzte organisatorische Dinge zu besprechen. Und tatsächlich, schon nach kurzer heftiger Diskussion stand die Reihenfolge der Auftritte fest. Zuerst war die Musik an der Reihe.

Ars laudate!
Man hatte sich viel vorgenommen im Nachbarstädtchen Z. Denn das fleißige Musikduo wollte das Gesamtwerk Mozarts in einer Transkription für Blockflöte und Honkytonk-Piano zum Vortrag bringen.

Als nächstes durfte Heimleiter B. lobende Worte an die Welt und die Künstler richten. Heimleiter B. ist erst seit kurzem Heimleiter, zuvor hörte er auf den Namen Pflegedienstleiter B. Zuvor war er in den Universitätskliniken in der Kreisstadt H. tätig. Wie er bei dem stressigen Job Zeit gefunden hat, fünf Kinder zu zeugen, wird Journalist F. nie verstehen. Aber dafür wird man ihm wahrscheinlich demnächst das Vaterkreuz am Bande verleihen, überreicht von der netten Bundesfamilienmisterin v. d. L.

Ars laudate!
Heimleiter B. spricht tröstende Worte: "Machen Sie sich nichts draus, dass Journalist F. die Laudatio halten wird. Es hat sich leider niemand Besseres gefunden!" beruhigte er die Anwesenden.

Danach war Journalist F. an der Reihe. Sinngemäß lobte er das Engagement der Künstler weltweit, dann speziell im Nachbarstädtchen Z. und schließlich ging er noch mit tiefsinnigen Worten auf die einzelnen Erschafferinnen und Erschaffer der ausgestellten Exponate ein. "Wenn es die Kunst nicht gäbe, müsste man sie erfinden!" war die zentrale Botschaft der Rede, die in den Medien für viel Wirbel sorgen wird.

Ars laudate!
Künstler Irgendlink und Traktorkatastrophenmaler Q. fallen während der Rede von Journalist F. ins Wachkoma.

Ars laudate!
Zum Schluss bedankte sich auch noch Künstlerin R., Hauptinitiatorin der Ausstellung. "Das mit Journalist F. war wirklich nicht zu vermeiden!" heischte sie um Verständnis bei den ungeduldigen Anwesenden.

Ars laudate!
Künstler Irgendlink im Gespräch mit Richter O., der zur Spitze der Honoratioren im Nachbarstädtchen Z. gehört. Was gab es zu besprechen? Etwa ein Geheimnis?

Ars laudate!
Anschließend fand ein konspiratives Gespräch mit Künstlerin O. statt.

Ars laudate!
Das Bild "Fernsehraum 14" gehört zu den Lieblingsmotiven von Journalist F. Es zeigt die ersten VeRsuche mit Flachbildschirmen in trauter Stimmung. Grandios.
16.10.06 00:37


Journalist F. und der Sieg der Heterosexualität

Auch nach 22 Jahren gibt es immer noch Überraschungen beim Kleinkunstwettbewerb im Städtchen S. Zwei Tage vor seinem geplanten Auftritt erhielt man nämlich die Absage des Kleinkünstler C. aus der Schweiz. Seine Stimmbänder waren durch eine Überproduktion an Magensäure und dem damit verbundenen so genannten Reflux derart angegriffen, dass er sich nur noch mittels geschriebenen Wortes verständlich machen konnte. Schade, denn C. wäre sicherlich ein Kandidat für den Preis gewesen. Wie auch immer, Journalist F. wünscht ihm gute Besserung in der guten Schweizer Alpenluft, wo sein kleines Haus inmitten eines Bergbauerndorfes liegt. Leider konnte auch kein Ersatzkandidat dazu überredet werden, derart kurzfristig ins Städtchen S. zu kommen. Auch Journalist F.s Lieblingskleinkünstler S. hatte leider für den besagten Tag schon einen Auftritt. Sehr zum Bedauern des fleißigen Kulturorganisators.

Kleine Kunst auf großer Bühne
Kleinkünstler C. aus der Schweiz (hier ein Archivfoto) war leider erkrankt.

So traten am letzten Wettbewerbstag nur zwei der angekündigten drei Künstler auf. Den Anfang machte das Duo WS aus dem Ländchen Ö. Einer der beiden hatte Journalist F. bereits auf der Kulturbörse in F. als überaus putzig eingestuft. Aber auch der andere wäre keinesfalls zu verachten, wie sich beim persönlichen kennen lernen herausstellte. Ihr Auftritt war auf jeden Fall außergewöhnlich und interessant. Wenngleich es dazu sicherlich gespaltene Meinungen geben dürfte.

Kleine Kunst auf großer Bühne
Das Kabarettduo WS aus der Hauptstadt W. im Ländchen Ö. Blond und putzig der eine, durchaus prima Qualitäten auch der andere, wenngleich zunächst etwas versteckter.

Dann kam der Wirbelwind aus der nordhessischen Stadt K., in der auch Kulturamtsleiterin R. ihr Wesen trieb, bevor sie das nicht immer gnädige Schicksal ins Städtchen S. verschlug. Tante Lilli nannte sich das offiziell dem männlichen Geschlecht angehörige Wesen, das einst auf den bürgerlichen Namen L. hörte. Mitgebracht hatte es seinen bedauernswerten Pianisten K. Die Bilder sprechen eigentlich für sich. Aber Travestie und Männer in Kittelschürzen und Lockenwicklern kommen beim durchschnittlichen Gymnasialpädagogen auch im 21. Jahrhundert noch gut an. Zugegeben, der Umgang mit dem Thema "gescheiterte Diäten" war recht lustig und amüsierte Journalist F. Es muss ja nicht immer anspruchsvolle Unterhaltung sein, mit denen man sich die Zeit vertreibt.

Kleine Kunst auf großer Bühne
Tante Lilli in Hochform. Sehr zum Leidwesen von Pianist L.

Kleine Kunst auf großer Bühne
Tante Lilli auch stehend eine Pracht in dezentem Pink.

Später im Festivalclub stellte sich zum Entsetzen aller heraus, dass Tante Lilli auch ohne Kostüm ihre Rolle nicht mehr ablegen konnte. Agil wie der Hara-Wischmop unterhielt sie die Gäste und widerstand auch den ebenso gewohnt merkwürdigen wie unfreiwillig komischen Fragen von Hobbymoderatorin E. Die wurde übrigens, um eine der zahlreichen diesbezüglichen Anfragen aus der verehrten Leserschaft des Journalistenblogs zu beantworten, nicht gegen einen größeren Bargeldbetrag von einem privaten Fernsehsender übernommen, sondern war die Zugabe zu einer Warenlieferung mit 80er-Jahre-Second-Hand-Mode, die in einer beliebten Werbeverkaufssendung regelmäßig im ebenso anspruchs- wie niveaulosen Programm der TV-Anstalt angeboten wird.

Kleine Kunst auf großer Bühne
Tante Lilli verkleidet als Kleinkünstler K. Aber vom Benehmen her immer noch in der Rolle der agilen Hausfrau mit Lockenwicklerpracht

Kleine Kunst auf großer Bühne
In natura noch putziger als auf der Bühne: die blonde Hälfte des Duos WS.

Kleine Kunst auf großer Bühne
Wirft bei den geneigten Leserinnen und Lesern des Journalistenblogs viele ungelöste Fragen auf: Chefin R., hier im Festivalclub, sichtlich erschöpft von den ausführlichen Ansagen, die in preisverdächtiger Bühnenperformance dargebracht wurden.

Im Festivalclub wurden schließlich auch die Sieger verkündet. Es waren Kleinkünstler S. und Kleinkünstler H. Beide leider völlig heterosexuell. Oder sollte man sagen, glücklicherweise? –Auf keinen Fall der Geschmack von Journalist F., rein äußerlich, wenngleich die Qualität ihres Bühnenprogramms die Preisvergabe durchaus rechtfertigte.

Zwei Tage später dann die Preisverleihung. Großer Bahnhof mit Kabarettstar R. und Oberbürgermeister J. Natürlich durfte auch Chefin R. nicht unter den Gratulanten auf der Bühne fehlen. Journalist F. hingegen scheute eher den öffentlichen Auftritt und beschäftigte sich auch an diesem Tag mit investigativer Fotografie.

Kleine Kunst auf großer Bühne
Die Preisträger und die Gratulanten auf den Brettern, die die Welt bedeuten.

Kleine Kunst auf großer Bühne
Natürlich filmte das Fernsehen das große Ereignis.

Kleine Kunst auf großer Bühne
Und fast 1000 Zuschauer fanden Platz im bis auf den letzten Stuhl besetzten Platz in der Halle des Städtchens S.

Kleine Kunst auf großer Bühne
Anschließend ging es zum Diner ins Festivalrestaurant. Kleinkünstler S. hatte seinen Agenten mitgebracht. Und seine blonde Freundin. Die allerdings verabschiedete sich frühzeitig und tief beleidigt, dass ihr Liebster ihr nicht willfährig ins Hotel folgte um dort mit Minnediensten tätig zu werden.

Kleine Kunst auf großer Bühne
Auch Klavierkabarettist H., der zwei Preisträger hatte seine Freundin mitgebracht. Das gehört so, wenn man sich ein solches Wesen einmal angelacht hat.

Kleine Kunst auf großer Bühne
Mit diesem Bild dreier junger Grazien, unter ihnen Hobbymoderatorin E., soll die Berichterstattung von Journalist F. zum Kleinkunstwettbewerb zu Ende gehen. Wer hier an Zickenalarm denkt, ist sicherlich ein böser Mensch.
13.9.06 00:31


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