Die geheimen Tagebücher des Journalisten F.
  Startseite
    Patient F.
    Frankendlink
    Autor F.
    Künstler F.
    Das Leben allgemein
    Sexangebote
    Journalist F. nimmt ab
    Skandale
    Nachtgedanken
    Party
    Kultur
    Männer
    Über das Bloggen
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Links
   Irgendlink
   Der neue Herr Lehmann
   Foto der Woche
   Oles Nachrichten aus Absurdistan
   Pe, die Gebenedeite
   Unentwegt
   Das Blogito geht um
   500 Beine
   Notenlinie
   Frau Kokolores
   IngoS
   Adlerfeder
   Buzi
   oegyr
   Hexenzauber

Kostenlose Counter by GOWEB
Kostenlose Counter by GOWEB


http://myblog.de/journalistef

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Das Leben allgemein

Journalist F. im Männerparadies

Es ist zwar unglaublich, aber es gibt tatsächlich einige wenige Tage im Jahr, da Journalist F. so etwas wie Urlaub hat. Keine Kultur zu organisieren, kein Event zu investigieren. Einer dieser seltenen Augenblicke fand kürzlich statt. Und Journalist F. nutzte ihn, sich im fernen Städtchen S. über die Geheimnisse der Technik zu informieren. Mit dabei, Künstler Irgendlink. Eines hatten die beiden tapferen Kämpfer für die Wahrheit gemeinsam, sie wollten die Maschine finden, die alle Probleme lösen kann.

Wunderland der Technik – Paradies für Männer
Schon von außen zu erkennen: das Museum in S. ist ein Paradies für Männer.

Daher begab sich das investigative Duo in das Städtchen S., wo sich ein Museum ausschließlich für Männer befindet. Ein Traum, denn dort findet man Autos, Flugzeuge und Lokomotiven, nebenbei auch noch martialische Panzerfahrzeuge und anderen Tand aus den Labors der genialsten Ingenieure der Welt. Natürlich verbietet niemand einer Frau das Betreten der heiligen Hallen. Immerhin gibt es ja ein Antidiskriminierungsgesetz. Aber eigentlich ist Folter verboten. Ein Dilemma also für alle Männer, die ohne weibliche Begleitung nirgends hin dürfen.

Wunderland der Technik – Paradies für Männer
Eine rosa Stretchlimousine! Unglaublich, aber wie für homophile Männer gemacht. Eine Hommage an die Homophilie gewissermaßen.

Erstaunlichweise traf man plötzlich auf eine Gruppe jugendlicher Damen, die völlig missmutig und verzweifelt unter Aufsicht streng blickender Aufseherinnen die Hallen durchstreiften. So geht es also in deutschen Jugendstraflagern zu. Während die Mädchen ins Technikwunderland müssen, zwingt man die jungen Männer dazu, einen Tag im nächstgelegenen Schuh-Outlet-Center zu verbringen. Perfide Foltermethoden, keine Frage! Ein Fall für die Menschenrechtsorganisation A.

Wunderland der Technik – Paradies für Männer
Dahingegen ging es Künstler Irgendlink überaus gut. Schließlich war er der wichtigste Gast des Tages, wie das investigative Foto beweist.

So streifte man mit leuchtenden Augen zwischen alten Autos und rostigen Flugzeugen umher. Bewunderte die abstruse Fantasie amerikanischer Autobauer und die solide Wertarbeit deutscher Vorkriegsproduktion. Tatsächlich gab es auch eine ganze Abteilung, die ausschließlich Luxuslimousinen des 1000-jährigen Reichs zeigte, die von dessen ebenso berüchtigten wie weltbekannten Anführer H. gefahren wurden. Das ist Geschichte zum Anfassen.

Wunderland der Technik – Paradies für Männer
Genau in diesem schmucken Fahrzeug fuhr der damals heftig umjubelte, wenige Jahre später heftig verleugnete Staatsmann H. durch die Kreis- und Universitätsstadt H., neben der bekanntlich, das einsame Gehöft von Künstler Irgendlink liegt.

Natürlich fehlte es auch nicht an Resten des damaligen Kriegsgeräts. Doch in der Abteilung militärischen Spielzeugs war eine Rakete auf einer komplexen Abschussrampe interessant. Vor einem Vierteljahrhundert gingen viele Tausend Menschen auf die Straßen, um gegen die kostspielige Anschaffung genau dieser Gerätschaft zu demonstrieren. Heute steht das millionenschwere Projektil als Schrott im Museum. Zum Glück ungebraucht. Gut rost! Kann man da nur sagen!

Wunderland der Technik – Paradies für Männer
Heute nur noch Schrott, vor wenigen Jahren eine Bedrohung für die ganze Menschheit: eine P.-Rakete.

Aber das Museum wartete noch mit anderen Sensationen auf. Zum Beispiel zwei Überschalljets, mit denen man einst in Ost und West Menschen von hier nach da beförderte. Allerdings stiegen die Benzinpreise im Laufe der Zeit exorbitant an, so dass man vom weiteren Betrieb der eleganten Flugkörper Abstand nahm. Jetzt warteten sie darauf, dass Künstler Irgendlink und Journalist F. einen kleinen Rundflug mit ihnen starteten.

Wunderland der Technik – Paradies für Männer
Ready to take off: das Überschallflugzeug C., kurz vor dem Rundflug von Journalist F. und Künstler Irgendlink.

Tief beeindruckt gelangten die beiden Helden der Technik durch den schmalen Innenraum bis zum Cockpit. Dort nahm man Platz und stellte fest, dass die Tankuhr weit unter der Reservemarke stand. „Werfen Sie zum Tanken 2000 Euro ein!“ stand neben einem kleinen Münzeinwurfschlitz. Leider hatte man nicht so viel Kleingeld dabei und verließ das Flugzeug unverrichteter Dinge.

Wunderland der Technik – Paradies für Männer
So sieht das Armaturenbrett des Überschallflugzeuges C. aus. Aller erdenklicher technischer Luxus ist dort eingebaut. Auch ein Scheibenwischer mit Rückwärtsgang und eine Sieben-Zonen-Klimaautomatik.

Wunderland der Technik – Paradies für Männer
Künstler Irgendlink im Bauch des Flugzeugs auf der Suche nach genügend Kleingeld für den Tankautomaten.

Neben Flugzeugen musste man sich natürlich auch die großen Lokomotiven ansehen. Wie gerne wäre man damit weggefahren, doch schon allzu bald sollte das Museum schließen. Daher ließen die beiden investigativen Männer von diesem Vorhaben ab.

Wunderland der Technik – Paradies für Männer
Welche Lokomotive ist wohl die größte? Künstler Irgendlink rätselt.

Zum Schluss ging es noch um die Frage, welches Automobil sich Journalist F. als nächstes zulegen soll. Eine schwere Entscheidung.

Wunderland der Technik – Paradies für Männer
Vielleicht ein rotes Auto mit Stern? Man sieht Journalist F. hier die gedankliche Anstrengung förmlich an.

Wunderland der Technik – Paradies für Männer
Die Wahl fiel am Ende auf dieses Gefährt.
1.5.08 20:17


Werbung


Journalist F. gerät in Stress

Während Künstler Irgendlink das süße Leben in der Bundeshauptstadt B. genießt, indem er Tauben füttert und homophile Menschen im Museum bewundert, muss Journalist F. den harten Arbeitsalltag bewältigen. Und das ist gar nicht so einfach. Besonders, seit man den fleißigen Kulturorganisator ganz offiziell zum kommissarischen Leiter der Kulturverwaltung im Städtchen S. ernannt hat, jagt ein Termin den nächsten. Da gilt es cineastische Vereinsmitglieder zu beruhigen, denen Kulturorganisator F. zwar ständig größere Geldsummen überweist, die aber trotzdem der Ansicht sind, belogen und betrogen zu werden. Künstler geraten in nervöse Zustände, wenn sie daran denken, in Bälde beim nächsten Jazzfestival auftreten zu müssen. Dazwischen ständig Besprechungen mit Oberbürgermeister J., Ratssitzungen mit eifrigen Kommunalpolitikern und ähnlich lustige Dinge mehr. Kein Abend vor 18 Uhr Feierabend, meist wird es später. Heute, Freitag, war es wirklich kurz vor 20 Uhr, als Kulturorganisator F. mit Chef R., der jetzt neben der Kultur auch für Schulen, Kindertagesstätten, Jugendzentren und andere soziale Brennpunkte zuständig ist, das Büro des Oberbürgermeisters nach dreistündigem Sitzungsmarathon verließ.

Zuvor hatte am Morgen Journalist F.s Luxuszahnarzt die Rechnung für einen notwendigen Ersatz im Journalistengebiss gemacht und war dabei nach langer Addition auf einen Betrag von rund 5000 Euro gekommen. Da es sich dabei um schätzungsweise zweieinhalb Beißerchen handelt, die kunstvoll aus edlen Materialien geformt werden, kostet jedes dieser Schmuckstücke so viel wie das neue Billigauto aus dem Land I. Nur wird dieses eben von angeketteten Kindersklaven gebaut, während Journalist F.’s Zähne aus echter deutscher Handwerksarbeit stammen. Qualität hat eben ihren Preis.

Wie auch immer, zum Trost durfte Journalist F. gleich ohne Pause vom Amt zum nächsten journalistischen Event reisen. Comedian Sch., der im Städtchen I. vor nicht allzu langer Zeit einen Preis gewonnen hatte, hatte sich im Nachbarstädtchen Z. angesagt. Immerhin, zur zweiten Hälfte des Feuerwerks politischer Pointen, zumeist zu Lasten von Bundeskanzlerin M., kam der fleißige Zeitungsschreiber noch gerade recht.

Morgen werden dann die Koffer gepackt. Denn am Montag geht es los zum alljährlichen Sklavenmarkt der Kleinkünstler im Schwarzwaldstädtchen F. Dort hat man wieder einen Stand und Journalist F. wird in seiner Rolle als Kulturchef F. nebst Kollegin R. nette Künstlerinnen und gut aussehende Künstler treffen. Hoffentlich. Wie auch immer, Journalist F. wird demnächst ausführlich berichten!
19.1.08 01:18


Journalist F. misst die Weihnachtszeit

Es ist doch immer wieder das Selbe: man wacht auf und plötzlich steht Weihnachten vor der Tür. Journalist F. gehört nämlich zu den seltenen Exemplaren der Gattung Homo Sapiens, welche die untrüglichen Anzeichen der Bedrohung einfach übersehen, die seit den Spätsommertagen landauf, landab zu erkennen sind. Lebkuchen im August, Nikoläuse im September, ab Oktober blinkende Weihnachtsbäume und einen Monat später ist ausschließlich weihnachtliches Liedgut zu vernehmen.

Weihnachtsticken
Plötzlich wird es Weihnachten – auch im Jahr 2007.

Leider auch in den Kirchen und Konzertsälen, für deren zeitungsmäßige Präsens Journalist F. zuständig ist. Beziehungsweise, je näher Weihnachten rückt, desto seltener sind gut geheizte Hallen der Austragungsort kultureller Schreckensevents, sondern nur noch ungeheizte Sakralräume. Zudem man natürlich keinesfalls auf Kirchenbänken bequem sitzen darf. Schließlich ist der Besuch eines Gottesdienstes, zu dem diese Räumlichkeiten normalerweise dienen, kein Vergnügen. Da gibt es gewisse Parallelen zu Weihnachtskonzerten. Denn was in den letzten Wochen ans Ohr von Journalist F. gedrungen ist, sollte zum Wohle der geneigten Leserinnen und Leser des Journalistenblogs hier unerwähnt bleiben.

Weihnachtsticken
Daher singen sie wieder. Überall und gnadenlos– auch im Jahr 2007. Und Journalist F. immer dabei.

Nur so viel: es war schrecklich. Normalerweise leidet Journalist F. ja einsam und alleine, wenn er in überfüllten Kirchenschiffen steht (denn kein Veranstalter landauf, landab denkt auch nur im Entferntesten daran, den Vertretern der Presse einen Platz zu reservieren, geschweige denn eines der raren Programmhefte aufzuheben). Ein Termin jedoch teilte er mit Künstler Irgendlink. Während sich ein paar versprengte Zirkussänger aus der ehemaligen kommunistischen Musterweltmacht U. in Mönchskutten gezwängt hatten, um angebliche gregorianische Lieder zu singen (die sich letztendlich aber viel mehr wie der altbekannte Don-Kosakken-Gesang anhörten), fror Künstler Irgendlink in der hinteren Bankreihe, wo er noch ein Plätzchen hinter einer zugigen Säule erwischt hatte. Der Singsang war einschläfernd und da wurde einem bewusst, wie es ist, zu erfrieren: man schläft einfach ein. Also hieß für Journalist F. bis zur Pause „wach bleiben!“ die Devise. Als die letzten Klänge der russischen Seele durch das Kirchenschiff gehallt waren, eilte der fleißige Zeitungsschreiber sofort zu Künstler Irgendlink, um diesen in letzter Sekunde zu wecken. Anschließend floh man in ein einschlägiges Restaurant, um dort den Rest des Konzertabends bei Grillfleisch und Gemüse zu verbringen.

Weihnachtsticken
Singende Mönche in klirrender Kälte – fast wie in der sibirischen Heimat der lautstarken Sänger aus dem Heimatreich des Kommunismus.

Aus Dankbarkeit für die wundersame Rettung erhielt Journalist F. kurz darauf auch ein Geschenk. Völlig überrascht öffnete der rasende Reporter die hübsch eingepackte Schachtel, die plötzlich vor der Tür der Journalistenwohnung in Bad G. lag. „Herzlichst, Frankendlink“ war darauf zu lesen. Doch Misstrauen war dieses Mal nicht angebracht, denn das Paket enthielt einen ebenso hübschen wie praktischen Gegenstand. Ideal geeignet, die anbrechende Weihnachtszeit zu messen! Danke, Wissenschaftler Frankendlink! sagt Journalist F.!

Weihnachtsticken
Wem die Stunde schlägt: dank Wissenschaftler Frankendlink weiß es nun jedermann, der in der Journalistenwohnung das ebenso stille wie geheime Örtchen besucht.

Ach ja, bevor es vergessen wird: Journalist F. wünscht allen Leserinnen und Lesern des Journalistenblogs ein frohes Fest und einen knalligen Übergang ins neue Jahr!

Weihnachtsticken
Das war’s auch schon mit Weihnachten 2007. Bald folgt das neue Jahr mit vielen neuen Abenteuern von Journalist F.
27.12.07 23:09


Journalist F. wird vom Schicksal gebeutelt

Es gibt Zeiten im Leben, da meint es das Schicksal auch mit fleißigen Journalisten nicht sehr gut. Eine solche Phase der Lebenskrise durchläuft derzeit Journalist F. Angefangen hat alles am letzten Dienstag, als sich plötzlich und ohne Vorwarnung einer Reparaturfüllung aus einem Backenzahn von Journalist F. löste. Zum Glück gab es keine Schmerzen und so wurde beschlossen, erst am Donnerstag einen Termin bei Zahnarzt Z. in der Kreis- und Universitätsstadt H. zu vereinbaren.

Gar lustig ging es dann in der Praxis zu. Zahnarzt Z. kommt nämlich aus dem fernen Land U., das besonders für seine Paprika Berühmtheit erlangt hat. Und dort lebt man einfach anders als das bei uns ist. Assistentin H. gehört zum Praxisinventar und saß auf diesem Platz schon zu Zeiten von Z.s Vorgänger Sch. Assistentin H. ist auch eine echte Frohnatur und so macht ein Besuch in der Praxis beinahe Spaß. Journalist F. hatte allerdings schon gleich in ungutes Gefühl, denn so ausgelassen und zum Scherzen und Zanken aufgelegt war das Praxisteam bislang noch nie.

Wie auch immer, nach kurzer Begutachtung ließ Zahnarzt Z. eine Mixtur anrühren und verschloss damit das beachtliche Loch, das den altgedienten Zahn seiner Funktion beraubt hatte. So weit so gut. Journalist F. hatte noch leichte Schmerzen, dachte aber, der Fachmann wird es wohl wissen und bald ist die Qual vorbei. Weit gefehlt. Statt Heilung verbreitete sich ein durch nichts zu betäubender Schmerz im Laufe des Freitags im ganzen linken Unterkiefer. Jeder, der das kennt, weiß, wie unangenehm solcherlei Tortur ist, wenngleich man Journalist F. als nur wenig wehleidig bezeichnen kann. Kurz und gut, die Nacht von Freitag auf Samstag war an Schlaf kaum zu denken.

Samstagmorgen tat Journalist F. dann das Unvermeidliche: er forschte in geheimen Dokumenten nach einem zahnärztlichen Notdienst. Dabei entpuppte sich Dr. J., ebenfalls in der Kreis- und Universitätsstadt H. ansässig, als Rettung. Tatsächlich, so flötete die Stimme eines Anrufbeantworters ins Ohr des leidenden Journalisten, ab Nachmittags um drei sei der gute Doktor dent. für die Sorgen und Nöte seiner Patienten bereit. Zuvor allerdings war ein Stadtrundgang zum Thema „Demokratie in der Kleinstadt und deren Folgen“ um 14 Uhr in H. angesagt, für den Journalist F. von einer der beiden führenden Tageszeitungen im Nachbarstädtchen Z. den Auftrag erhalten hatte.

Gebeutelt durch Demokratie
Initiator der ganzen Sache war natürlich Barockexperte F., der die Fahne der Demokratie im wahrsten Sinn des Wortes hoch hielt.

Bei bitterer Kälte ging es dann durch die mit Schlaglöchern übersäten Gassen der Kreis- und Universitätsstadt H. Bald schon machte man Rast, um viel über den Alltag früherer Journalisten zu lernen.

Gebeutelt durch Demokratie
„Schon morgens um fünf mussten die Journalisten mit der Arbeit anfangen! Und bis spät in die Nacht durchschuften!“ entnahm man dem Mund des engagierten Fremdenführers B. Journalist F. schämte sich doch ein wenig für sein bequemes Leben und beschloss, Zahnschmerzen und Kälte tapfer zu ignorieren.

Gebeutelt durch Demokratie
Wie immer dabei, der Trompeter, bei jeder sich bietenden Gelegenheit einen lautes „Trööööt!“ von sich gebend. Kein Wunder, wenn die Anwohner hinter ihren Fenstern etwas unruhig wurden.

Gebeutelt durch Demokratie
Der weil schmückten das Redaktionshaus der Revoluzzerzeitung die beiden Fotografen diverser Tageszeitungen.

Gebeutelt durch Demokratie
Schließlich ging es weiter zum Markplatz. Dort wehte auch die bekanntermaßen leicht exzentrische Büchereileiterin K. die deutsche Fahne. Allerdings hatte sie nur ein Modell von der letzten Fußball-WM auftreiben können. Macht aber nix, Hauptsache, man glaubt an die Sache der Demokratie und Meinungsfreiheit

Gebeutelt durch Demokratie
Immer vorneweg mit der Fahne: Barockexperte F. als Anführer der Revolutionstruppen.

Natürlich war der Rundgang überaus interessant. Trotzdem setzte sich der all seine Vorsätze vergessende Journalist F. von der Truppe ab, um schnellstmöglich zum in der Nähe ansässigen Notfallzahnarzt zu eilen. Dort wurde man freundlich empfangen, um zehn Euro ärmer gemacht und dazu aufgefordert, ein 15-seitiges Formular zum allgemeinen und speziellen Gesundheitszustand auszufüllen. Es fiel nicht immer leicht, die richtige Antwort auf komplexe Fragen wie „Wären Sie bereit, fünf Euro mehr zu zahlen, wenn die Behandlung dafür weitgehend schmerzfrei durchgeführt wird?“ zu finden.

Gebeutelt durch Demokratie
Die kurze Wartezeit vertrieb sich Journalist F. damit, heimlich den Dienst habenden Doktor bei der Behandlung eines anderen Patienten zu beobachten.

Gebeutelt durch Demokratie
Kaum saß der leidende Journalist F. auf dem Behandlungsstuhl, tauchte auch schon der Zahnarzt auf. Er war eindeutig zu Scherzen aufgelegt, wie Journalist F. rein intuitiv schlussfolgerte.

„Da müssen wir den Nerv entfernen !“ lautete die eindeutige Diagnose des Zahnexperten, während er eine überdimensionale Betäubungsspritze dem wehrlosen Patienten entgegenstreckte. So genannte Wurzelbehandlungen sind überaus anstrengend und dauern mindestens 20 Minuten. Sie bedeuten für den Patienten wie für den Behandler viel Schweiß und fordern Kraft. So auch in diesem Fall.

Gebeutelt durch Demokratie
„Ja, wo steckt denn der kleine Übeltäter?“ fragte Dr. J. mit unheimlichem Kichern.

Jetzt müsse Journalist F. nur noch ein paar Tage warten, bis man den Zahn endgültig mit wertvollen Ingredienzien füllen könne, meinte Zahnarzt J. Dazu käme nur eine Laserbehandlung in Frage, die allerdings nicht die Krankenkasse, sondern der liebe Patient selbst zahlen müsse. Für nur 150 Euro wird Journalist F. also nächste Woche mit einer Methode behandelt, bei der selbst die Ärzte im Raumschiff Enterprise vor Neid erblassen.

Wie auch immer, das Grundübel war also beseitigt. Doch leider hat sich Journalist F. dank der eisigen Kälte beim demokratischen Rundgang eine üble Erkältung zugezogen. Dass er zudem zwischenzeitlich seine Kreditkarte verlor und er mit der funkelnagelneuen Brille schlechter sieht als ohne, soll hier nur am Rande erwähnt werden. All die Ereignisse des Wochenendes lassen den Verdacht einer massiven Lebenskrise aufkommen. Journalist F. wird den geneigten Leserinnen und Lesern des Journalistenblogs weiter berichten.
22.11.07 01:18


Journalist F. auf der Suche nach den Außerirdischen

Es gibt bekanntlich viele Methoden, wie man Außerirdische anlocken kann. Einige davon lernte Journalist F. vergangenen Samstag kennen. Zum Beispiels beim rituellen UFO-Tanz der Tanzmäusetruppe von Ausdruckstänzerin D. Die war schon wiederholt aufgefallen, unter anderem auf dem einsamen Gehöft, hoch über dem Nachbarstädtchen Z., nahe der Kreisstadt H. Jetzt versuchte man es in einer altehrwürdigen Kirche, die einst die Wikinger, oder zumindest deren Nachfahren, im Nachbarstädtchen Z. erbaut hatten.

Ufotanz
Das Interesse war riesig an der Tanzvorführung, wie man an den dichtgedrängten Meschenmasse hier im Publikum leicht erkennen kann.

Leider war Journalist F. dank einer irrigen Mitteilung von Ausdruckstänzerin D. eine halbe Stunde zu früh in den Saal gehetzt und musste sich daher noch die Zeit mit dem Betrachten des spärlichen Publikums und der noch spärlicheren Wanddekoration vertreiben. Aber dann war es endlich so weit und eine geheimnisvoll lächelnde Moderatorin schlich sich vors Publikum, um den wahren Zweck des Abends zu erklären.

Ufotanz
„Die grünen Weibchen vom Betageuze meinen es gut mit uns und wir wollen sie daher mit Musik und Tanz herzlich rufen!“ begrüßte Moderatorin V. die Gäste von nah und fern.

Und schon ging es los. Geheimnisvolle Autoreifen wurden rituell hin und her bewegt. Man ächzete, stöhnte und flehte das Universum um Hilfe an. Es war beeindruckend!

Ufotanz
Einen vor und zwei zurück, das ist der Ufo-Anlockschritt!

Doch es sollte noch wilder kommen. Bunte Bänder, in die geheimnisvolle Botschaften für die Außerirdischen eingewoben waren, zierten Stühle und den Boden, Luftballone flogen durchs Universum und es entwickelte sich eine turbulente Atmosphäre im Raum.

Ufotanz
„Wir brauchen Geld!“ oder „Wo bleibt die Liebe unseres Lebens?“ war in die bunten Bänder eingewoben, die man extra für die Ufo-Landung hergestellt hatte.

Ufotanz
Auch die Ehemänner der Tanzmäuse durften sich beteiligen. Sie hielten das Netz, in dem man das Ufo fangen wollte, wenn es zu landen gedächte.

Ufotanz
Ein extatischer Kittelschürzentanz beendete das Ritual.

Bevor die Ufos in der Kirche landen konnten, begab sich Journalist F. zum nächsten wichtigen Punkt im Nachbarstädtchen Z., wo etwas los war, über das es sich zu berichten lohnt. Es war das einsame Gehöft, hoch über dem Nachbarstädtchen Z., nahe der Kreisstadt H., wohin es den investigativen Zeitungsschreiber zog.

Ufotanz
Dort waren Künstler Irgendlink und Traktorkatastrophenmaler Q. mit ihrer Lieblingsbeschäftigung beschäftigt: dem Grillen.

Ufotanz
Bei der Gelegenheit konnte Journalist F. auch den Fortschritt des Katzerl überprüfen. Aus dem ehemals schüchternen Tier ist mittlerweile ein anspruchsvoller Haustyrann geworden. Wohl genährt duch Journalist F.s Sheba-Lieferungen.

Ufotanz
Wenngleich Wissenschaftler Frankendlink durchaus seine erschütternden Scherze mit dem armen Tier treibt, wie man hier sieht.

Ob die Ufos wirklich im Nachbarstädtchen Z. landen werden, Journalist F. bleibt am Ball und wird berichten.
3.7.07 01:16


Journalist F. berichtet Neues vom Katzerl

Während an der kalten baltischen See der Weltwirtschaftsgipfel tobt, Prinz Harry depressiv wird und Johannes Heesters sein Comeback vorbereitet, interessiert die geneigten Leserinnen und Leser des Journalistenblogs in Wahrheit nur eines: wie geht es dem armen Katzerl auf dem einsamen Gehöft, hoch über dem Nachbarstädtchen Z. nahe der Kreisstadt H.? Journalist F. will seine Leser natürlich nicht länger auf die Folter spannen und schiebt vor wichtigen Reise- und Kulturreportagen das Ergebnis eines investigativen Besuchs bei Künstler Irgendlink und seinem neuen Haustier in den Nachrichtenverlauf des Journalistenblogs.

Katzenschicksale III
Natürlich wird auf dem einsamen Gehöft, hoch über, die geneigten Leserinnen und Leser des Journalistenblogs wissen schon, gegrillt. Eigentlich macht man dort nichts anderes, wie Journalist F. in aufwendigen Recherchen herausgefunden hat.

Kurz und gut: dem Katzerl geht es prächtig. Regelmäßig mit größeren Sheba-Lieferungen durch Journalist F. versorgt, gedeiht das Miniraubtier und gewinnt an Statur. Zudem glänzt das Fell, denn regelmäßig bürsten Künstler Irgendlink und Traktorkatastrophenmaler Q. mit einem speziellen Borstenwerkzeug die empfindlichen Körperpartieren des Katzerl. Natürlich nur, wenn sie nicht gerade grillen.

Katzenschicksale III
Zufrieden und stattlich: das Katzerl.

Kein Wunder, wenn sich Künstler Irgendlink große Sorgen um die Figur des Katzerl macht. Denn er weiß: nur magersüchtige Lebewesen haben ein Recht, auf der Erde zu wandeln. Alle anderen sorgen nur für eine unnötige Klimaerwärmung, da ihr übergewichtiger Atem den CO2-Ausstoß kräftig erhöht und so das Ozonloch vergrößert. Also hat er sich einige Methoden ausgedacht, der Gewichtszunahme des Katzerl durch die Sheba-Lieferungen von Journalist F. entgegenzuwirken.

Katzenschicksale III
Beispielsweise wird das irritierte Tier zum grasen ins Salatbeet gesetzt. Leider bislang noch mit mäßigem Erfolg.

Katzenschicksale III
Auch von der großen Schüssel mager angerichtetem Salat hat das Katzerl wenig. Denn…

Katzenschicksale III
… bevor das bedauernswerte Tier auch nur einen Bissen der köstlichen Rohkost probieren kann, ist alles von Traktorkatastrophenmaler Q. verspeist. „Der Salat ist meiner!“ sagt er hier gerade energisch zu dem am Boden sitzenden, auf dem Foto leider unsichtbaren Tier.

Das Katzerl wird von solcherlei Bemühungen und Sorgen seines Besitzers nur wenig berührt. Ganz im Gegenteil, es posiert stolz und keck als felines Fotomodell vor der Kamera von Journalist F.

Katzenschicksale III
Hier elegant...

Katzenschicksale III
… jetzt vornehm gelangweilt…

Katzenschicksale III
… und schließlich deutlich lasziv. Katzerl könnte Millionen vor der Kamera verdienen.

Katzenschicksale III
Kein Wunder, wenn Künstler Irgendlink, Traktorkatastrophenmaler Q. und Gefängnisforscher W. begeistert dem illustren Treiben zuschauen.

Katzenschicksale III
Abschließend zeigte sich Gefängnisforscher W., der zur Besichtigung der Kerkeranlagen des grausamen Wissenschaftlers Frankendlink auf das einsame Gehöft, hoch über dem Nachbarstädtchen Z., nahe der Kreisstadt H. gekommen war, sehr beeindruckt. Gerne will er wieder kommen, um seine Forschungen zu vertiefen.
16.6.07 12:16


Journalist F. entdeckt Prachtkatzen jenseits des Ozeans

Viele geneigte Leserinnen und Leser des Journalistenblogs verfolgen derzeit atemlos die Entwicklung des armen Katzerl auf dem einsamen Gehöft, hoch über dem Nachbarstädtchen Z., nahe der Kreisstadt H. Daher lohnt ein Blick über den Tellerrand, in diesem Fall über den großen, tiefen Atlantik. Denn dort lebt in der Heimat von Bobby Ewing ein Kater mit Namen T.

Katzenschicksale II
„Hello, my name is T.! Simply call T.“ Prachtkater T. im fernen Texas freut sich immer über die Aufmerksamkeit seiner Bewunderer.

Sein Herrchen ist der Sprachgelehrte M., der vor einiger Zeit eigens über den Ozean geflogen war, um Journalist F. einen Besuch abzustatten. Leider konnte Kater T. damals die Reise nicht mitmachen, denn er war gesundheitlich leicht indisponiert und musste seine angegriffenen Nerven ein wenig erholen.

Katzenschicksale II
Jetzt geht es Kater T. prächtig, wie man sieht.

Dank ausgewählter Diät aus frischem Hühnchen, ausgesuchter Leber und bestem texanischen Kuhfleisch entwickelte sich T. zu beeindruckender Größe. „He prefers canned salmon and tuna, but I also feed him a brand of dry kibble recommended by my vet. And whenever I cook fish or meat (arctic char, halibut, snapper, black cod, trout and tilapia are favorites...) he gets a generous portion.” schrieb sein Herrchen M. unlängst in einer interessanten Botschaft aus dem fernen Kontinent. Es scheint, als wäre Kater T. ein wenig verwöhnter als das arme Katzerl.

Katzenschicksale II
„Sheba? Will man mich vergiften?“ – jede weitere Frage nach der bevorzugten Sorte des Luxusdosenfutters erübrigt sich bei einem solch exzellenten Kater.

Künstler Irgendlink wird sich wohl in Zukunft sehr anstrengen müssen, damit sich das arme Katzerl genau so prächtig entwickeln wird wie Kater T. Doch zum Glück eilt ihm dazu regelmäßig Journalist F. zur Hilfe und liefert eine größere Menge edelster Futterauswahl an. Bis Weihnachten allerdings muss Gleichstand mit dem texanischen Kater erreicht sein. Das ist das erklärte Ziel, zu dem sich Künstler Irgendlink vertraglich verpflichten musste.

Katzenschicksale II
So sieht der Heilige Abend für Kater aus Texas aus! Und wie wird das arme Katzerl das Fest der Liebe feiern?
5.6.07 23:49


Journalist F. erzählt die Geschichte vom armen Katzerl

Es war einmal eine kleine Katze, die hatte das Pech, von Menschen adoptiert zu werden, die dem Hobby des Diätwahns frönten. Nichts konnte bei ihnen mager genug sein. Auch nicht das Katzerl. Daher beschloss das abgemagerte Tier, seine bösen Besitzer zu verlassen und sein Glück in der Welt zu versuchten.

Katzenschicksale
So mager verließ das arme Katzerl seine grausamen Besitzer.

Schließlich erreichte es ein einsames Gehöft, hoch über dem Nachbarstädtchen Z., nahe der Kreisstadt H. Dort traf es auf den mitleidigen Künstler Irgendlink, der, da brotloser Künstler, seine letzten Bissen mit dem Tier teilte. Ein Zustand, dem der berühmte Journalist F. ein Ende bereiten wollte. Und wie einst die Rosinenbomber aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten fährt seitdem regelmäßig das Journalistenfahrzeug auf dem wohl bekannten einsamen Gehöft vor, voll beladen mit köstlichen Schalen edlen Katzenfutters.

Katzenschicksale
So sieht die übliche Sheba-Lieferung von Journalist F. für das arme Katzerl aus

Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten. Voller Begeisterung stürtzt sich die ehemals magere Katze nun auf die Futterportionen.

Katzenschicksale
So sieht der Futterplatz nach dem leeren diverser Sheba-Dosen aus.

Kein Wunder, dass sich das Katzerl nicht nur immer zutraulicher, sondern auch immer wohl genährter zeigt.

Katzenschicksale
Das Katzerl wird immer stattlicher.

Katzenschicksale
Auch von hinten, wie man sieht.

Kein Wunder also, dass Künstler Irgendlink zu Ehren des Katzerl ein großes Grillfest gab. Doch neben der Freude war auch die Sorge stets Thema bei den Gesprächen am Lagerfeuer.

Katzenschicksale
„Es muss absolut geheim bleiben, dass Journalist F. hier das Katzerl mästet!“ stellte Traktorkatastrophenmaler Q. mit Entschiedenheit fest.

Katzenschicksale
„Sonst machen sich die magersüchtigen Vorbesitzer noch auf die Suche nach ihrem Tier!“ betonten Konstruktionsexperte J., bekanntes Mitglied eines Industriespionenbrüderpaars, und Tomatenzüchterin K.

Katzenschicksale
„Die rächen sich dann bestimmt an mir!“ hörte man ängstlich Künstler Irgendlink kommentieren. Um das zu verhindern, rührt er hier gerade einen mageren Salat für das Katzerl an, um weiteren Gewichtszuwachs des Tieres zu vermeiden.

Katzenschicksale
„Noch besser, ich bleibe gleich ganz anonym. Dann erkennt mich niemand!“ lautete die geniale Idee von Künstler Irgendlink.

Katzenschicksale
„Eine gute Idee. Das mache ich auch!“ rief begeistert Traktorkatastrophenmaler Q.

Hat die Tarnung einen Zweck? Wird Journalist F. weiterhin Luxuskatzenfutter liefern? Wie wird sich das auf die Figur von Katzerl auswirken? Journalist F. wird berichten. Versprochen.
28.5.07 22:20


Journalist F. rettet die Staatsfinanzen

Früher war alles besser. Das ist sicherlich auch den geneigten Leserinnen und Lesern des Journalistenblogs bekannt. Beispielsweise die Sache mit der Hölle und der ewigen Verdammnis. Einst war es ganz einfach, unliebsames Verhalten zu unterbinden: wer sich nicht dem (vermeintlich) göttlichen Gesetz fügte, dem drohten nach dem Ableben die schlimmsten Strafen. Man briet in den Feuern der Hölle, wurde von ekligen Teufeln gepiesackt oder musste ständig Heinolieder hören. Und wem das als Abschreckung noch nicht reichte, der wurde zur ebenso schnellen wie meist unfreiwilligen Aufgabe seiner irdischen Existenz genötigt.

Höllenstrafen
So konnte es einem früher gehen. Die Hölle für alle Ewigkeit!

Irgendwann ist dann aufgefallen, dass eigentlich noch nie ein Delinquent aus den tiefen Höllenschlunden zurück gekehrt ist, um vom Leid und Folter zu berichten. Und schon gab es findige Kleingeister, die das ganze Konzept von göttlichem Gericht und Himmel und Hölle anzweifelten. Kurz, heute zählen solcherlei Drohungen kaum mehr irgendwo auf der Welt. Gut, in manchen Ländern mit verstärkter Sonneneinstrahlung lassen sich noch einige Unentwegte durch das Versprechen von 77 Jungfrauen dazu verleiten, Sehnsucht nach der schnellstmöglichen Reise ins Jenseits zu empfinden. Aber hierzulande? Hier wird daher fleißig gesündigt und unmoralisch gehandelt.

Deshalb will man jetzt den schlimmsten Sünden und Verfehlung mit drastischen Mitteln entgegentreten. Dem unverzeihlichen Laster des Rauchens beispielsweise. Überall gibt es Rauchverbote, mancherorts sogar in Weblogs. Die Industrie entwickelt derzeit gerade empfindliche elektronische Detektoren, welche Rauchpartikel im Umkreis von 200 Metern zuverlässig erkennen und sofort eine Warnmeldung an die bald ins Leben gerufene Behörde für Präventivgesundheitswesen schickt. Recht so! Nieder mit der Unmoral, wenn nötig mit Gewalt.

Höllenstrafen
Maßstab für die Sünden der Menschheit: der Bodymassindex!

Leider ist der Kampf gegen die Unzucht mit dem Glimmstängel auch mit entscheidenden Nachteilen für die Staatsfinanzen gekoppelt. Denn immerhin ein paar Millardchen Euros fließen dem Fiskus schließlich aus der Tabaksteuer zu. Daher hat man nun neue Methoden entwickelt, um einerseits reich zu werden und andererseits ein weiteres Laster zu bekämpfen: die Völlerei. Süßigkeiten sollen nämlich (ernsthaft) demnächst mit einer Sondersteuer von 12 Prozent belegt werden. Sollte das das ständig schwellende Übergewicht der Deutschen nicht rapide verringern, sind weitere Maßnahmen angesagt. Beispielsweise das Verbot öffentlichen Essens von Menschen mit einem Bodymass-Index von mehr als 25. Das heißt, ein Mann mit einer Größe von 1,80 Metern muss zum Essen in abgedunkelte, ungelüftete Räume oder gleich zum Grasen ins Freie, sobald er ein Gewicht von 80 kg überschreitet. Gleichzeitig erhöht sich der Einkommenssteuersatz mit jedem Kilo Übergewicht um zwei Prozent. Bei Hartz-IV-Empfänger reduziert sich in gleichem Maße die staatliche Zuwendung.

Noch schlimmer wird es allerdings Menschen ergehen, die abgemagerte Katzen mit Luxusfutter versorgen und so deren Fettansatz deutlich steigern. Doch davon wird Journalist F. bald an anderer Stelle berichten.
26.5.07 10:54


Journalist F. verfolgt das Straßentheater

Im Nachbarstädtchen Z. ist jedes Jahr im Mai ein exorbitantes Festival angesagt. Straßentheater soll dort gezeigt werden, was nicht nur Journalist F., sondern auch Patenkind A., Freundin F., Kollegin R. und deren Ehemann, Stromexperte R. dazu veranlasste, die anstrengende Reise zum Ort des Geschehens zu unternehmen. Zum Glück war herrliches Wetter und so ging man froh gemut auf die Suche nach Straßen, Theater und Spektakel.

Wo ist das Theater?
Und gleich zu Anfang auch schon die Überraschung. Fesche junge Männer, die kräftig blasen. Zumindest in die Tuba.

Straßen gibt es im Nachbarstädtchen Z. ja zuhauf. Spektakel herrschte allerorten. Nur das Theater war kaum aufzufinden. Dafür versuchten überall, fliegende Händler lautstark ihre Waren anzupreisen. Blumen, Vasen, Töpfe und Pfannen. Alles, was das Herz begehrte, war in den Straßen und Gassen Stadt der Rosen und der Rosse zu finden.

Wo ist das Theater?
Die einzigen Straßenkünstler, die neben den oben abgebildeten Musikern Journalist F. begegneten, war eine Gruppe närrisch tanzender Menschen, begleitet von einem Marienkäfer mit Hilfsmotor.

Wo ist das Theater?
Praktische Erfindungen sah man zudem im Nachbarstädtchen Z. Wer sich dort von der Brücke stürzen will, vielleicht, weil er über das kulturuelle Leben verzweifelt, wird schnell von einer komplexen Seilkonstruktion gefangen und somit gerettet.

Wo ist das Theater?
Patenkind A. freute sich besonders über einen Stand mit Haarspangen. Damit kann man sich nämlich noch viel schöner machen.

Wo ist das Theater?
Zauberer gab es auch. Denn plötzlich, ganz unvermittelt, stand dieser Eisbecher direkt vor Journalist F.

Wo ist das Theater?
Das amüsierte sowohl Kollegin R. als auch deren Ehemann, Stromexperte R. einerseits. Andererseits schwang auch ein klein wenig Neid mit. Doch leider funktionierte der Zauber nur ein Mal.

Wo ist das Theater?
Kein Theater, aber eine reiche Auswahl an Fachgeschäften bot das Nachbarstädtchen Z. an diesem Tag.

Wo ist das Theater?
So konnte sich die fröhliche Besucherschar flugs noch ein paar Weihnachtsgeschenke aussuchen. Denn die Heilige Nacht kommt schneller, als man denkt..
24.5.07 00:05


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung