Die geheimen Tagebücher des Journalisten F.
  Startseite
    Patient F.
    Frankendlink
    Autor F.
    Künstler F.
    Das Leben allgemein
    Sexangebote
    Journalist F. nimmt ab
    Skandale
    Nachtgedanken
    Party
    Kultur
    Männer
    Über das Bloggen
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Links
   Irgendlink
   Der neue Herr Lehmann
   Foto der Woche
   Oles Nachrichten aus Absurdistan
   Pe, die Gebenedeite
   Unentwegt
   Das Blogito geht um
   500 Beine
   Notenlinie
   Frau Kokolores
   IngoS
   Adlerfeder
   Buzi
   oegyr
   Hexenzauber

Kostenlose Counter by GOWEB
Kostenlose Counter by GOWEB


http://myblog.de/journalistef

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Die Maschine wird zum besten Freund von Patient F.

Eigentlich wollte Journalist F. in den Tiefen des Gesundheitssystems investigieren, doch leider schlug selbiges zurück und investigierte in den Tiefen von Patient F. Seit den Zeiten des legendären Äskulap ist es nämlich ein Anliegen aller Ärzte, spitze Sonden durch alle natürlichen und unnatürlichen Körperöffnungen des Menschen zu schieben. Was diese nicht können, müssen gefährliche Röntgenstrahlen übernehmen. Am besten allerdings sind die Methoden, bei denen Sonden in den Körper eingeführt werden, radioaktive Substanzen in die Blutbahn gelangen und dann der ganze Patient mit ebenso radioaktiven Strahlen durchleuchtet wird. Kurz, Arzt zu sein ist der Traumberuf jedes Sadisten. Leider ist nicht jeder Patient auch ein dazu passender Masochist. Auch Journalist F. gehört nicht in diese Kategorie. Doch leider hat man ihn zu keinem Zeitpunkt um seine Meinung gefragt.

Wie auch immer, das Ergebnis der umfangreichen Investigation in die Tiefen des Journalistenkörpers brachte eine fatale Erkenntnis zu Tage: die Nieren von Patient F. waren irrigerweise der Ansicht, genug getan zu haben und daher in den Ruhestand treten zu dürfen. Einerseits verständlich, wenn man bedenkt, dass die Nieren von Journalist F. bislang rund 25.000.000 Liter Blut filtern mussten. Andererseits, Frührente ist für die fleißigen Organe nicht wirklich vorgesehen. Wie auch immer, mit Vernunft und Logik war den Nieren von Journalist F. nicht beizukommen und so wurde aus dem fleißigen Zeitungsschreiber Patient F. Ein unerwarteter Schrecken, denn ein Mann im mittleren Alter rechnet mit vielen schlimmen Krankheiten. Schlaganfall, Herzinfarkt oder Krebs machen Sorgen. Doch eine so genannte terminale Niereninsuffizienz gehört zu den eher seltenen Krankheiten. Rund 60.000 Menschen in Deutschland haben diese kostspielige Erkrankung. Bei rund 80 Millionen Einwohnern also ein sehr exklusiver, beinahe familiärer Kreis.

Trotzdem, für Journalist F. hatte die Diagnose eine ganze Reihe unvorhergesehener Konsequenzen. Zum einen war ein neues Zeitmanagement gefragt. Denn drei Mal pro Woche muss eine Hightech-Maschine die Funktion des natürlichen Filterorgans übernehmen. Dabei wird das gesamte Blut im Laufe von vier Stunden mehrfach durch einen komplexen Filter geleitet. Während dieser langen Zeit liegt man weit gehend unbeweglich in einem Bett und muss sich diverse Beschäftigungsmöglichkeiten überlegen. Die Behandlung selbst ist nicht schmerzhaft, doch die Begleiterscheinungen können durchaus mehr als unangenehm sein. Denn nach einer so genannten Dialyse fühlt man sich wie nach einer schweren, körperlichen Anstrengung. Und der Gewöhnungsprozess an die Behandlung ist lang.

Daher musste der Beginn der Behandlung auch unter strenger ärztlicher Beobachtung stattfinden, wodurch der stationäre Aufenthalt von Patient F. notwendig wurde. Der selbst gestaltete sich wechselhaft. Schließlich stellte er den Tiefpunkt im bisherigen Leben des sonst so agilen Journalisten dar. Zudem abzusehen war, dass die Tätigkeit als Kulturorganisator F. für lange Zeit nicht mehr aufgenommen werden kann. Doch zum Glück war Patient F. nicht alleine. Vielmehr kam täglich Besuch. Künstler Irgendlink fand den Weg nach Feierabend in der Tackerwerkstatt zum Tempel der Heilkunst, Freundin F. nebst Patenkind A. nahmen viele Mühen auf sich, um täglich dem armen Journalisten einen Besuch abzustatten. Und nicht zu vergessen natürlich Tacker T. So verliefen die Tage langsam, aber stetig und die ersten Stunden an der Dialysemaschine gestalteten sich besser als erwartet. Nach einer Woche hieß es dann Abschied nehmen vom Krankenbett, jedoch nicht von der Uniklinik. Denn drei Mal in der Woche muss Patient F. dort für mehr als vier Stunden erscheinen. Eine ziemlich schräge Sache. Doch davon später mehr.
10.4.09 15:38
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung